Was ist die Drybrush-Technik?
- Drybrush oder Trockenbürsten ist eine Pinseltechnik aus dem Modellbau und der Miniaturmalerei: Ein fast trockener Pinsel streift über erhabene Stellen und hellt Kanten und Strukturen auf.
- Mit der Airbrush hat die Technik selbst nichts zu tun, beide werden aber oft kombiniert: Airbrush für Grundierung, Grundfarbe und Übergänge, Drybrush für Kanten und Texturen.
- Sie brauchen einen alten, harten Pinsel, eine hellere Farbe als die Grundfarbe und ein Küchentuch.
- Der wichtigste Schritt: fast alle Farbe vom Pinsel abwischen, bevor er das Modell berührt.
Drybrushing ist eine der einfachsten Techniken, um Modellen, Miniaturen und Geländestücken Tiefe zu geben. Fell, Kettenhemden, Steine, Holzmaserung oder Rost wirken damit in wenigen Minuten plastisch. Dieser Ratgeber erklärt die Technik, zeigt, wie sie mit der Airbrush zusammenspielt, und nennt die häufigsten Fehler.

Wie funktioniert Drybrush?
Der Pinsel nimmt nur sehr wenig Farbe auf. Streicht man ihn locker über eine strukturierte Oberfläche, bleibt die Farbe nur an den höchsten Punkten hängen, also an Kanten, Graten und Erhebungen. Die Vertiefungen bleiben dunkel. So entsteht ein Kontrast, der die Struktur betont, ganz ohne präzises Malen.
Was Sie brauchen
Ein flacher oder runder Pinsel mit festen Borsten. Alte Pinsel sind ideal, die Technik strapaziert die Borsten.
Deckende Acrylfarbe, heller als die Grundfarbe. Nicht verdünnen, Drybrush braucht dicke Farbe.
Zum Abstreifen der Farbe. Hier entscheidet sich, ob die Technik gelingt.
Schritt für Schritt
- Grundfarbe auftragen Mit Pinsel oder Airbrush eine dunklere Grundfarbe deckend auftragen und trocknen lassen.
- Farbe aufnehmen Nur die Pinselspitze in die hellere Farbe tauchen.
- Abstreifen Den Pinsel auf dem Küchentuch hin und her bewegen, bis kaum noch Farbe abgegeben wird.
- Locker darüberstreichen Mit leichtem Druck quer zur Struktur über das Modell fahren. Die Farbe bleibt an den Kanten hängen.
- Steigern Mit einem noch helleren Ton nur die höchsten Punkte betonen.
Lieber mehrere leichte Durchgänge als einer mit zu viel Farbe. Ist der Pinsel zu nass, entstehen Flecken statt Kanten, und die Vertiefungen laufen zu.
Drybrush und Airbrush kombinieren
Viele Modellbauer arbeiten in zwei Phasen. Mit der Airbrush tragen sie Grundierung, Grundfarbe und weiche Farbverläufe auf, zum Beispiel eine Zenitalbeleuchtung, bei der von oben heller gesprüht wird. Danach setzt Drybrush die harten Akzente an Kanten und Texturen, die eine Airbrush nur mit viel Aufwand treffen würde. Welche Airbrush sich dafür eignet, zeigt Airbrush-Pistolen, passende Farben stehen unter Airbrushfarbe, die richtige Konsistenz unter Farbe einstellen beim Airbrush.
Häufige Fehler
- Farbe fast vollständig abstreifen
- Leichter Druck, zügige Bewegung
- Quer zur Struktur arbeiten
- In Stufen heller werden
- Zu viel Farbe am Pinsel
- Verdünnte Farbe
- Glatte Flächen trockenbürsten, dort entstehen nur Schlieren
- Guten Detailpinsel verwenden, er wird ruiniert
Häufige Fragen
Was ist die Drybrush-Technik?
Eine Pinseltechnik, bei der ein fast trockener Pinsel über eine Struktur gestrichen wird, sodass Farbe nur an den erhabenen Stellen haften bleibt.
Kann man mit der Airbrush drybrushen?
Nein, Drybrush ist eine Pinseltechnik. Mit der Airbrush lassen sich aber ähnliche Aufhellungen von oben sprühen, die Kanten setzt man danach mit dem Pinsel.
Welche Farbe für Drybrush?
Deckende, unverdünnte Acrylfarbe in einem helleren Ton als die Grundfarbe.
Welcher Pinsel für Drybrush?
Ein Pinsel mit festen Borsten, gern ein alter. Es gibt auch spezielle Drybrush-Pinsel mit weichen, dichten Borsten.
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